Akut-Tagesklinik- eine kostengünstige Alternative zu stationärer psychiatrischer Behandlung

14.03.2017 | 
Frau Dr. Kunigunde Pausch aus der Universitätsklinik Zürich hat zusammen mit Kollegen aus Aarau und Bern die Leistungs- und Kostendaten von Tagesklinikpatienten mit denen stationärer verglichen.

Dabei fand sie heraus, dass vollstationäre Behandlung zweieinhalb mal so teuer ist wie tagesklinische. Die Effekte gleichen sich, wenn auch teilstationär die Gesundung (gemessen mit GAF-Werten) etwas länger dauerte als vollstationär.


Kommentar: Durch die längere Verweildauer waren früher die Kostenvorteile der Tagesklinik oftmals schon wieder aufgebraucht worden. Inzwischen sind auch die Tageskliniken fast vergleichbar zeitintensiv mit stationärer Behandlung affektiver Störungen.

Insofern freut es uns, dass nachgewiesen werden konnte, dass Tageskliniken Kostenvorteile bieten. Dass teilstationär der Gesundungsfortschritt langsamer vonstatten geht ist nachvollziehbar, erklärt aber auch die durchschnittlich etwas längere Behandlungsdauer.

Einen großen Dank an unsere schweizerischen Kollegen für die fundierte Arbeit.
Im Original kann sie nachgelesen werden unter Pausch, K., Nordt, C., Pichler, EM. et al. Neuropsychiatr (2017). doi:10.1007/s40211-017-0221-6

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