Prof. Bernd Eikelmann zum Tode von Dr. Peter Auerbach
21.01.2010 |
Nachruf
Dr. Peter Auerbach ist am 12.01.2010 gestorben. Herr Kollege Auerbach war Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Martin-Luther-Krankenhauses in Wattenscheid und Begründer der „Brücke e. V.“, die Kontakt- und Beratungsstellen sowie eine Tagesstätte für psychisch Kranke ins Leben gerufen hatte.
Auerbach hatte an der Medizinischen Hochschule Lübeck seine Ausbildung zum Psychiater, Psychotherapeuten und Neurologen vollendet und hatte 1972 bei Prof. Caspar Kulenkampff, einem der Väter der deutschen Nachkriegssozialpsychiatrie, promoviert. Im Jahr 1982 hatte er mit dem Aufbau der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid begonnen.
Zu seinen großen Lebensleistungen gehört es, einen wesentlichen Beitrag zur Personalverordnung Psychiatrie geleistet zu haben, die zwischen 1991 und 2010 die Finanzierung der (teil-) stationären Psychiatrie geregelt hat.
Peter Auerbach ist mir aus einer großen Zahl von persönlichen Begegnungen bekannt. Er war ein humorvoller und freundlich zugewandter Arzt und Psychiater, der für sein Arbeitsfeld einen guten Ausgleich zwischen den verschiedenen Strömungen der Psychiatrie geschaffen hat. Sein großes Lebenswerk ist sicher die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid, die er im Herbst vergangenen Jahres in die Hände von Dr. Jürgen Höffler übergeben hat. Herr Auerbach war ferner ein Freund der „Institution Tagesklinik“ und hielt diese Einrichtung, wie er mir mal persönlich mitteilte, für einen exzellenten Einfall der Psychiatriegeschichte. Er wird seinen Kollegen, noch mehr seinen Patienten fehlen.
Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.
Prof. Dr. med. Bernd Eikelmann
1. Vorsitzender DATPPP