Auf dieser Webseite werden Texte und Verweise auf Texte zusammengetragen, die trotz aller lokalen Buntheit und Vielfalt der Frage nachgehen, was das Spezifische und das spezifisch wirksame an diesem psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsformat ausmacht.
Folgende Aspekte können in diesem Sinne als Konstituenten eines „Leitbildes“ für tagesklinische Behandlung gesehen werden:
- die therapeutische Dichte durch die Konzentration der Ressourcen auf „8 Stunden“ und die Möglichkeit den Fokus auf den Behandlungsauftrag „Therapie“ zulegen, da die Tagesklinik kein geeigneter Ort für die beiden anderen Aufträge sein kann, die oft an die Psychiatrie herangetragen werden: „Kontrolle“ und „Fürsorge“;
- das enge Kooperieren eines multiprofessionellen Teams mit – verglichen mit anderen psychiatrischen Behandlungssettings – eher „weichen Funktionszuschreibungen“ und eher „flachen Entscheidungshierarchien“;
- der intensive Transfer zwischen „Therapie“ und „Alltag“ des Patienten und schließlich das aktivierende Milieu, das es dem Patienten schwer macht, „regressiven“ Impulsen nachzugehen.
Im
Archiv finden sich Referate die auf der DATPPP Tagung 2006 in Halle zu diesem Thema gehalten wurden, in denen diese und andere Ideen vertieft wurden.
Alle sind eingeladen, sich an dieser „Leitbild-Diskussion“ zu beteiligen und damit „tagesklinische Identität“ zu entwickeln und zu festigen.
Als
Diskussionsgrundlage stellen wir Ihnen einen Fragenkatalog vor, der eine erste Möglichkeit bietet, sich mit dem Thema der Entwicklung von Leitlinien für die tagesklinische Behandlung auseinanderzusetzen. Schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu und versorgen Sie uns mit Anregungen für das Weitertreiben des Diskurses!
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