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Tagesklinik bei Corona-Pandemie

Angesichts der bestehenden Freizügigkeits-Beschränkungen haben viele Tageskliniken ihren Betrieb schon aufgegeben.

Die Empfehlungen der DGPPN (https://www.dgppn.de/schwerpunkte/corona.html) laufen, wie auch Erlasse in einigen Bundesländern (z. B. Sachsen-Anhalt) auf eine weitgehende Restriktion der Tageskliniken hinaus. 

Wir können dem nur zustimmen, dass Infektionsschutz in Tageskliniken leider mit rigiden Maßnahmen nachgekommen werden muss. Wir erweitern daher unsere Empfehlungen:

- Anwesenheit von Patienten nur bei dringlicher Notwendigkeit. Keine Gruppenaktivitäten mehr. Vor Betreten der Einrichtung Abfrage nach Symptomen (Husten, Fieber), erkrankten Kontaktpersonen oder Aufenthalt in Risikogebieten. Wenn möglich Temperatur messen. Nur bei komplett negativem Ergebnis die Türe öffnen. Innerhalb des Hauses stets auf den Mindestabstand achten. Bei Verrichtungen am Patienten (Labor, Untersuchungen ...) sollen Mitarbeiter Schutzkleidung tragen.

- Auf Telemedizin umstellen. Telefon, Skype, WhatsApp usw. nutzen. Patienten auf Sicherheitslücken hinweisen. Emails schreiben z. B. in Form eines täglichen Briefs der Tagesklinik mit Anleitungen, Tips und Informationen.  Hausbesuche möglichst unterlassen.

- Die Teams der Tagesklinik verkleinern. Z. B. über Unterstunden, Freizeitausgleich oder Urlaub. Oder im somatischen Bereich einer Klinik mitarbeiten lassen, um Mitarbeiter für Beatmungseinheiten freigeben zu können. Möglich ist auch, das Team zu halbieren und jeweils nur eine Hälfte arbeiten zu lassen. So werden nicht nur Kosten verringert, sondern im Falle auftretender Infektionen Handlungsfreiheit gewahrt und die Tagesklinik fällt nicht gleich komplett aus.

DATPPP e.V.
Deutsche Arbeitsgemeinschaft
der Tageskliniken e.V.

Vorsitzender
Dr. med Herald Hopf
Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Chefarzt der Tagesklinik Waldfriede und
Privatklinik Nikolassee

Geschäftsstelle
Stefanie Stalp
c/o Tagesklinik Waldfriede
Schmidt-Ott-Straße 9
12165 Berlin
Telefon: 030 79743861
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