Nach oben

Regionalgruppe Baden

Verantwortlich ist Frau Dr. Hug, Tagesklinik Lahr.

Protokoll

 

02.06.2020:

Liebe Kolleginnen und Kollegen des Arbeitskreises,

 

inzwischen sind bereits mehrere Wochen in der Corona-Krise vergangen. Die Tageskliniken sind sehr unterschiedlich bisher damit umgegangen, wobei bei den meisten ein Minimalbetriebsmodus stattgefunden hat, im Südwesten mehr als im Osten und Norden von BaWü..

 

Seit Ende April haben wir wieder in kleinen Schritten geöffnet und fahren Richtung Normalbelegung hoch.

 

Dennoch sind wir weiterhin sehr vorsichtig und müssen die Abstandregelung sowie die Hygienerichtlinien konsequent einhalten. Maskenpflicht besteht für das Personal und für die Patienten. Das was die Tagesklinik bisher ausgezeichnet hat, vor allem die Begegnung der Patienten untereinander, fehlt weiterhin.

Wir haben begonnen, wieder Kleingruppen, inzwischen je nach Raumgröße bis max. 6 Patienten anzubieten, meist 2 -3 Gruppen parallel. Allerdings um die Anzahl der Personen, die gleichzeitig hier sind, einzuschränken, werden die Patienten entweder vor- oder nachmittags hier sein. Die Therapieplanung, die hauptsächlich das Pflegepersonal übernimmt, erfordert viel Geduld. Für das Mittagessen, das bei uns normalerweise auswärts stattfindet und aktuell nicht möglich ist, haben wir eine Gutscheinlösung bei einem Caterer in der Stadt um die Ecke gefunden.

Corona-Testungen führen wir nicht durch.

Die weitere Strategie wird sein, Vorbereitungen so zu treffen, dass wir im Falle des Falles einer eventuellen Infektion in der TK sehr rasch reagieren können.  So denken wir derzeit über ein Konzept nach, wie wir dann damit umgehen werden.

 

Uns interessiert, wie Sie allmählich vom kontaktarmen Minimalbetrieb wieder in den Dauerbetrieb einsteigen. Welche Ideen und Konzepte haben Sie erarbeitet?

Gerne würden wir uns austauschen…

 

Unklar ist aktuell, ob im November unser nächstes Arbeitskreistreffen  stattfinden kann aufgrund der noch bestehenden Corona-Krise. Angedacht ist das Treffen in Heidelberg.

 

03.07.2020:

Liebe Arbeitskreismitglieder,

 

anbei ein paar Rückmeldung zu „Öffnung der Tageskliniken“ kurz zusammengefasst:

  • Die angehängte Mail vom AK württembergischer Tageskliniken spiegelt etwa auch die Situation in Baden (Dank an Dr. Czisch der Info).
  • Die meisten badischen Tageskliniken haben inzwischen wieder geöffnet und ihr Programm, meist reduziert, aufgenommen.
  • Beim Vorgespräch geben wir den  Patienten eine Symptomcheckliste (Temperaturmessung, Befragung nach Symptomen) mit, die zu führen ist – mindestens 14 Tage -  VOR Aufnahme in der Tagesklinik (siehe Anhang).
  • Bei kleinstem Verdacht auf Infektionssymptome empfehlen wir zu testen.
  • In den meisten TK’s besteht bis dato sowohl für Personal als auch Patienten Maskenpflicht, Hygienemaßnahmen sind einzuhalten.
  • Angesichts der aktuell zunehmend entspannten Lage haben wir (TK’s des ZfP Emmendingen) entschieden nur noch im Eingangsbereich und in den Fluren und wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht mehr zu gewährleisten ist, Masken zu tragen.   
  • Damit nicht alle Patienten gleichzeitig in der TK sind, machen viele TK’s eine sogenannte „Halbtags- oder Dreivierteltagsbehandlung“, wobei jedoch die meisten TK‘s wieder ihre normale Belegung erreicht haben. Dies erfordert sehr viel Planungsorganisation.
  • Räume können jedoch eine Obergrenze an die Anzahl der Patienten, vor allem bei Gruppenangeboten, sein, daher beträgt in den meisten TK’s die maximale Gruppengröße bis ca. 7 Personen.
  • Mehrfach wurden als infektionspräventions-Knackpunkt die gemeinsamen Mahlzeiten gesehen, bei denen die vorhandenen Räume an ihre Abstandsgebots-Grenzen kommen, daher gibt es in vielen TK’s noch kein Mittagessen (allerdings vorübergehende Lösungen wie Lunchpaket, Gutscheinvergabe bei einem Caterer etc.).

 

Soweit die Rückmeldungen aus dem badischen Raum.

 

Dr. Czisch aus Esslingen hat noch seitens der Gesetzeslage von der BWKG Infos geschickt (siehe Anlage):

  • Der G-BA hat signalisiert, er wolle auch für dieses Jahr den Personalnachweis nach PPP-RL.
  • Die anfangs recht hohe Ausfallsvergütung wurde teilstationär auf 190€ pro ausgefallenen Behandlungstag gesenkt.
  • Die Kostenübernahme der Corona-Testung für asymptomatische Personen wurde geklärt.

 

16.11.2020:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

weiterhin bestimmt die aktuelle Pandemiesituation nicht nur unser Leben, sondern auch maßgeblich unseren Tagesablauf in den Psychiatrischen Tageskliniken. Deshalb konnte dieses Jahr auch leider keines unserer geplanten Treffen des Arbeitskreises badischer Tagesklinik stattfinden, was wir sehr bedauern.

 

In einer gemeinsamen Videokonferenz der Leitung des Arbeitskreises wurde erneut deutlich, dass je nach Besonderheit der Tageskliniken unterschiedlich mit der aktuellen Situation umgegangen wird. Dabei gibt es aktuell ganz unterschiedlichen Modelle, die von unterschiedlichen Schichtbetriebmodellen der Patienten bis zu einem "normal Betrieb" mit reduzierter Patientenzahl oder normaler Patientenzahl reichen. Wie sich dies alles auf die Finanzierung auswirken wird, ist derzeit nicht absehbar.

 

Wir wollten uns in dieser für alle herausfordernden Zeit mit diesem Schreiben nochmal an Euch wenden, mit der Möglichkeit, gerne auch eure aktuellen Modelle mitzuteilen oder Fragen zu stellen.

Wir hoffen, dass unser nächstes Treffen im Frühjahr in Karlsbad Langensteinbach am 18. März 2021 stattfinden kann.

 

Arbeitskreis badischer Tageskliniken

 

Eveline Hug, TK Lahr

Ulrike Koenemund, TK Bad Säckingen

Dr. Patrick Klose, TK Bad Krozingen

Dr. Christian Harter, TK Karlsbad Langensteinbach

DATPPP e.V.
Deutsche Arbeitsgemeinschaft
der Tageskliniken e.V.

Vorsitzender
Dr. med Herald Hopf
Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Chefarzt der Tagesklinik Waldfriede und
Privatklinik Nikolassee

Geschäftsstelle
Stefanie Stalp
c/o Tagesklinik Waldfriede
Schmidt-Ott-Straße 9
12165 Berlin
Telefon: 030 79743861
info@dont-want-spam.datppp.de